Erwerbsbeteiligung von Frauen in Entwicklungsländern Updated

Die Verbesserung der Beschäftigungsergebnisse von Frauen erfordert nicht nur eine Steigerung der Erwerbsbeteiligung, sondern auch gute Arbeitsplätze

International Labour Organization, India, and IZA, Germany

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Relevanz des Themas

Im Allgemeinen nimmt die Erwerbsbeteiligung von Frauen mit der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes zu, doch in Entwicklungsländern ist dieser Zusammenhang nicht immer eindeutig. Aufgrund diverser ökonomischer und sozialer Faktoren wie Wirtschaftswachstum, Bildungsniveau und gesellschaftlichen Normen spiegeln die Trends der weiblichen Erwerbsbeteiligung nicht immer einen u-förmigen Zusammenhang mit dem Bruttoinlandsprodukt wider. Jenseits der Erwerbsbeteiligung muss die Politik deshalb den Zugang von Frauen zu guten Jobs verbessern.

Geschlechterdisparitäten bei der
                        Erwerbsbeteiligung

Wichtige Resultate

Pro

Die Erwerbsbeteiligung von Frauen ist Motor und Folge von Wachstum und Entwicklung.

In Entwicklungsländern reagiert die Erwerbsbeteiligung von Frauen stark auf Armut und ökonomische Schocks.

Die Erwerbsbeteiligung von Frauen wird durch diverse ökonomische und soziale Faktoren beeinflusst.

Der Zugang zu qualitativ hochwertiger (Tertiär-)Bildung ist entscheidend für die Verbesserung der Beschäftigungsergebnisse von Frauen.

Contra

Auch dort, wo es nur geringe Unterschiede in der Erwerbsbeteiligung der Geschlechter gibt, verdienen Frauen tendenziell weniger als Männer und sind eher in ungeschützten Arbeitsverhältnissen wie Hausarbeit beschäftigt.

Bildung erhöht die (Lohn-)Erwartungen von Frauen, denen aber erst ein entsprechendes Angebot an Arbeitsplätzen gegenüberstehen muss.

Aufgrund statistischer Untererfassung geben die Daten zur Erwerbsquote von Frauen den Umfang der von Frauen geleisteten Arbeit oft nicht genau wieder.

Kernbotschaft des Autors

Der Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes und der Erwerbsbeteiligung von Frauen wird durch den Verlauf von Wirtschaftswachstum und Bildungserwerb, durch Geburtenraten, soziale Normen und andere Faktoren geprägt. Die Erwerbsquote zeichnet nur ein Teilbild der Frauenbeschäftigung und lässt Aussagen über ihre Qualität nur eingeschränkt zu. Deren Verbesserung kann nur unter Berücksichtigung von angebots- und nachfrageseitigen Aspekten erreicht werden. Ein erleichterter Zugang zu sekundärer und höherer Bildung ist dabei entscheidend, muss aber mit der Schaffung von passenden Jobs für Frauen einhergehen.

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